Unabhängige Aufarbeitungskommission

Nur mit Mut

Die Kommission zur unabhängigen Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Fulda hat den Auftrag, die Fälle sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche von 1945 bis heute aufzuarbeiten. Dazu gehört die quantitative Erhebung des sexuellen Missbrauchs in diesem Zeitraum, die Untersuchung des administrativen Umgangs mit Beschuldigten und Betroffenen sowie die Identifikation von Strukturen, die sexuellen Missbrauch ermöglicht, erleichtert oder dessen Aufarbeitung erschwert haben.

 

Nach fast 4 Jahren hat die Unabhängige Aufarbeitungskommission im Bistum Fulda ihre Arbeit abgeschlossen und ihre Ergebnisse in einem 319-seitigen Abschlussbericht zusammengefasst. Dieser wurde den Medien und der Öffentlichkeit mit einer Pressekonferenz am 17.06.25 vorgestellt und Bischof Dr. Gerber übergeben. Die Berufungszeit endet am 30.09.25.

Kommission

Nach Berufung der Mitglieder entsprechend der Gemeinsamen Erklärung hat die Aufarbeitungskommission im September 2021 mit der Umsetzung der Aufgaben und Ziele begonnen und orientiert sich dabei an den „verbindlichen Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland".

 

Der Kommission gehören 8 Mitglieder an. Für administrative Tätigkeiten ist eine Geschäftsstelle mit einer Mitarbeiterin eingerichtet worden. Bei der Durchsicht der Akten unterstützen fünf pensionierte, erfahrene Kriminalbeamte die Kommission.

Mitglieder

Stephan Auth

Ausbilder für Lehrkräfte

Dr. Anna-Maria Budczies

Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Fulda bis Juni 2022, Fachärztin für Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Hildegard Hast

Juristin, Sozialarbeiterin, ehemalige Frauenbeauftragte der Stadt Fulda

Edith Jordan

Fachdienstleitung Jugendamt LK Fulda bis Juni 2022, Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin

Gerhard Möller

Oberbürgermeister a.D., Jurist

Christof Ohnesorge

Historiker, Mitarbeiter Bistumsarchiv

Bernhard Rhiel

Amtsgerichtsdirektor a. D.

Philipp Zmyj-Köbel

Amtsgerichtsdirektor

Wie bei der Zusammensetzung orientiert sich die Kommission auch in ihrer Arbeitsweise an den verbindlichen Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland, die vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung und der Deutschen Bischofskonferenz im April 2020 verabschiedet wurde.

 

In Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung verfolgt die Kommission zwei Ziele:

 

Zum einen die Betroffenen und Zeitzeugen zu hören und ihnen eine Stimme zu geben, zum anderen die Akten quantitativ und qualitativ zu sichten und aufzuarbeiten. Die Arbeit der Kommission bedarf hierzu der Transparenz und der Einbeziehung der Öffentlichkeit.

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